FN Reitlehrer und A, B, C - Trainer oder Autodidaktin?!?

 Manche Menschen fragen mich, wenn sie einen Termin vereinbaren wollen, woher ich meine Qualifikation habe, zu dem, was ich tue, was ich anbiete. Das nehme ich heute mal zum Anlass, diesen Blogartikel zu schreiben.

 Ich bin eine ausgemachte Autoditaktin! Begonnen habe ich ungefähr in der 6. Klasse mit dem Studium der Pferde und des Reitens. Damals landete ich mit einer Freundin in der AG Tierpflege, wo wir mehrere Gotlandponys, Welshponys, einen Haflinger, einen Araberhengst und einen Welshponyhengst betreuten. Ich muss wohl Talent gehabt haben, denn ich durfte recht bald auch mit den Hengsten arbeiten, was mich sehr stolz machte! Kein Pferdebuch war vor mir sicher, alle wurden akribisch studiert – ich mauserte mich zum wandelnden Lexikon, was Pferde betraf und ich hatte nur einen Wunsch: eine Lehre im Gestüt!!

 Leider sahen das meine Eltern, insbesondere mein Vater anders... Ich studierte Pädagogik und schaffte mir mit 22 Jahren mein erstes Pferd an. Es kam nie in Frage, ein Pferd auf den Reiterhof zu stellen – es wurde auf unserem Hof gehalten und erhielt wenige Wochen später ein 2. Pferd zur Gesellschaft dazu. Ich weiß noch, dass anfangs eine riesengroße Verantwortung auf mir lastete! Früher bei den Pferden, war immer einer da, der letztendlich die Verantwortung zu tragen hatte – nun war ich allein damit. Das war ein ganz schöner Hammer, hat mich aber nur dazu beflügelt, weiter zu lernen, um alles bestmöglich und pferdegerecht zu gestalten. Ich bildete mich auf Lehrgängen bei Pat Parelli, Linda Tellington Jones und Copper Love. Suchte jede Menge Input auf der Equitana, Americana, Partner Pferd, Hippologica usw. Erhielt die eine oder andere wertvolle Trainingsstunde bei so bemerkenswerten Pferdemenschen wie Janos Lik (Vorsitzender vom Westernreiterverband in Sachsen und einer meiner besten Freunde im Leben - http://www.vws-westernreiten.de/) oder seinem Sohn Thomas Lik. Lernte viel von meiner Freundin und Hufpflegerin Esther Munter. Holte mir Anregungen bei Uwe Weinzierl und bestimmt gibt es noch viele Pferdeleute, die ich jetzt nicht mehr namentlich erwähnen kann, denen ich aber eine Menge „abgeluchst“ habe. Ein Wort aus meiner Kindheit, denn wenn mich mein Vater für etwas je gelobt hat, dann dafür, dass ich mit  den „Augen stehlen“ kann und es dann mit meinem Körper und Geist umzusetzen weiß.

 So bin ich also eine Autodidaktin und es liegt an dir, dich von meinen Qualitäten ganz persönlich zu überzeugen.

 Geschaut habe ich, ob es für mich in Frage käme, eine Trainer C – Ausbildung zu machen. Da ja die Leute gern ein Zertifikat sehen wollen. Aber weißt du was? Die Richtlinien der FN haben so wenig mit mir und meiner Sichtweise auf Pferde zu tun, dass es pure Zeitverschwendung wäre, sich damit zu befassen. Und Zeit habe ich nicht mehr so viel wie vor 30 Jahren....als ich was mit Pferden lernen wollte.

 Hier ein Auszug zum Trainer C:

Die Trainer C-Ausbildung bildet die erste Stufe der durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) lizenzierten Ausbildung der Ausbilder. Die Tätigkeit als Trainer C umfasst die Anleitung in der pferdesportlichen Betätigung im Rahmen der Grundausbildung sowie die Hinführung zum Wettkampf- und Turniersport. Das Ausbildungssystem im Pferdesport ermöglicht dabei eine Auswahl des eigenen Schwerpunktes. Sie haben daher, passend zu Ihren eigenen Interessen und Stärken, die Möglichkeit, sich entweder für die Ausbildung zum Trainer C Basissport oder die Ausbildung zum Trainer C Leistungssport zu entscheiden. Natürlich ist auch die Absolvierung beider Schwerpunkte (bei Anrechnung von Lerneinheiten einer bereits absolvierten Trainerausbildung) möglich. Vor der Ausbildung zum Trainer C ist der Besuch eines Vorbereitungsseminars Pflicht.

 Mit interessiert kein PferdeSPORT. Kein Wettkampf- und Turniersport. Was mein Anliegen ist, findest du auf der Startseite dieser Homepage...

 So bin und bleibe ich Autodidakt – aber das mit ganzem HERZEN.

Ungeschminkt und ganz authentisch.... so sind wir hier...